Donnerstag, November 27, 2014
   
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Grundstückspreise in NÖ fallen - Immobilientrends

NÖ Bauen, wohnen, renovieren - Nachrichten - News

Um durchschnittlich 6 Prozent sind die Preise für Grundstücke in Niederösterreich gefallen, die Preise für Eigentumswohnungen in NÖ sind jedoch um rund 11 Prozent gestiegen. St. Pölten ist mit Eisenstadt die günstigste Landeshauptstadt.

Hohe Lebensqualität, geringes Angebot und hohe Nachfrage führen zu einem starken Ost-West-Gefälle bei den Preisen für Wohnimmobilien in Österreich.

„Im Westen muss man für Immobilien deutlich tiefer in die Tasche greifen als in den östlichen Regionen des Landes“, erklärt Mag. Alexander Ertler, Immobilienexperte und Geschäftsführer von www.immobilien.net, Österreichs größter Immobilienplattform.

Die größten Preissteigerungen bei Eigentumswohnungen haben 2009 Niederösterreich (+11 Prozent) und das Burgenland (+11 Prozent) verzeichnet. Gefallen sind die Preise dagegen in Kärnten (-7 Prozent) und der Steiermark (-5 Prozent). Als teuerste Landeshauptstadt für Eigentumswohnungen in sehr gutem Zustand positionierte sich Innsbruck mit (im Median) 3.220 Euro pro Quadratmeter. Die Preise über alle Eigentumswohnungs-Angebote in der Tiroler Hauptstadt (in gutem und sehr gutem Zustand sowie Neubauten) legten im Jahresvergleich um 7 Prozent zu.

Platz zwei bei Eigentumswohnungen in sehr gutem Zustand belegte Salzburg mit (im Median) 2.921 €/m² (größte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr; immerhin +12 Prozent), die Bundeshauptstadt Wien reihte sich mit 2.688 €/m²  (+6 Prozent) auf Platz drei. In der Kulturhauptstadt 2009 Linz wurden ebenfalls Spitzenpreise bei Wohnungen in sehr gutem Zustand von satten 2.630 €/m² verzeichnet; gegenüber 2008 legten die Preise hier nochmals um 2 Prozent zu.

Günstiger ist die Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz mit 2.335 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Am günstigsten waren die Wohnungspreise in St. Pölten (1.290 €/m²) und Eisenstadt (1.217 €/m²). Im Mittelfeld in der Top-Kategorie bei den sehr guten Eigentumswohnungen positionieren sich Graz mit 2.134 €/m² und Klagenfurt mit 1.950 €/m².

Spitzenpreise bei Immobilien erzielten neben den Landeshauptstädten vor allem Ferienregionen. Zu den teuersten zählte 2009 der Bezirk Kitzbühel mit einem Angebotspreis von rund 3.000 €/m². Noch teurer ist die Stadt Kitzbühel. Hier kostete der Quadratmeter Eigentum in sehr gutem Zustand 4.876 Euro.

Im Osten werden so hohe Preise  wie in den westlichen Bundesländern nur in Wien und im Speckgürtel um Wien erreicht. So kostete im Vorjahr eine Wohnung in sehr gutem Zustand in Klosterneuburg 2.675 €/m². Für Wohnungen im Bezirk Wien-Umgebung musste man im Durchschnitt 2.550 €/m² bezahlen.

Häuser in guten Lagen teurer
Nach einem leichten Rückgang bei den Hauspreisen im Jahr 2008 (-1 Prozent), stiegen die Angebotspreise 2009 trotz rückläufiger Nachfrage österreichweit um 5 Prozent. Zu erklären ist dies durch mehr Häuser in besseren Lagen und höherer Qualität im Angebot. „Im Vergleich zu 2008 gibt es wieder mehr Bewegung beim Verkauf von teuren Immobilien“, so Ertler. Trotz steigender Angebotspreise, gibt es je nach Lage deutliche Unterschiede: „Immobilien in infrastrukturell gut ausgebauten Gebieten erzielen höhere Preise, während solche in weniger guten Lagen 2010 stagnieren bzw. weiter fallen werden“, erklärt Ertler.

Grundstückspreise in Niederösterreich und der Steiermark fallen
Die im Österreichvergleich massiv gesunkene Nachfrage nach Grundstücken hat sich insgesamt auf die durchschnittlichen Preise ausgewirkt. Diese haben im Jahresvergleich österreichweit um satte 9 Prozent nachgegeben. Im Durchschnitt kostet der Quadratmeter Privatgrund aktuell 89 Euro. In Niederösterreich wurden Grundstücke um 6 Prozent günstiger (aktuell im Median 94 €/m²), in der Steiermark um 5 Prozent (50 €/m²). Anders in Tirol, wo ein relativ geringes Angebot weiterhin auf eine hohe Nachfrage trifft und Haus- als auch Grundpreise gestiegen sind.

Mietpreise nicht unter Druck
„Aufgrund der starken Nachfrage bei Mietwohnungen geraten die Preise auch weiterhin nicht unter Druck und sind österreichweit um 2 Prozent gestiegen. Darüber hinaus wurde das Angebot an jüngeren Baujahren in den Landeshauptstädten 2009 größer, was zu höheren Angebotspreisen führte“, erklärt Ertler die Steigerungen bei den Mietpreisen am freien Markt.
Der Vergleich der 9 Landeshauptstädte zeigt: Innsbruck ist auch bei den Mieten mit 10,7 €/m²; die teuerste Landeshauptstadt. Wohnungen in sehr gutem Zustand kosten hier sogar 11,4 €/m². In der Stadt Salzburg legten die Preise mit 9 Prozent am stärksten, auf 9,5 €/m², zu. In Wien kosteten Wohnungen 9,3 €/m², wobei Innenstadtlagen rund 15 €/m² erreichten, Randbezirke dagegen nur 7-8 €/m². Die Landeshauptstädte Klagenfurt, St. Pölten und Eisenstadt verzeichnen die günstigsten Mieten mit 6,6 €/m² in Österreich.

Ausführliche Grafiken und Preistabellen stehen unter www.immobilien.net/presse zum Download zur Verfügung!

Die Datenbasis
IMMOBILIEN.NET erhebt als größte heimische Immobilienplattform in regelmäßigen Abständen Trend- und Marktstudien. Aufgrund der hohen Datenbasis tragen diese Erhebungen maßgeblich zur Erhöhung der Markttransparenz bei. Den oben genannten Angaben lagen insgesamt 59.309 Eigentumswohnungen, 32.806 Mietwohnungen 30.884 Häuser im Eigentum und 13.356 Privatgrundstücke in Österreich zu Grunde, die im Jahr 2009 über professionelle Immobilienanbieter auf www.immobilien.net angeboten wurden. In die Ermittlung des Medians flossen sowohl gebrauchte als auch neue Immobilien ein. Um ein noch aussagekräftigeres Ergebnis zu erhalten, wurde in einigen Fällen eine Differenzierung nach Zustand vorgenommen.